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„Infinity“ begeistert Jury und Zuhörer

Märchenkonzert beschließt Internationalen Kompositionswettbewerb

REGENSBURG. Mit einem beeindruckenden Konzert im Regensburger Antoniussaal hat der Nordbayerische Musikbund (NBMB) seinen zusammen mit der Schönwerth-Gesellschaft ausgeschriebenen Internationalen Kompositionswettbewerb abgeschlossen. Vier von insgesamt 16 eingereichten Vertonungen eines Schönwerth-Märchens präsentierte die Bläserphilharmonie Regensburg unter Jörg Seggelke dabei den rund ?? Zuhörern. Und die waren sich am Ende mit der Jury vollkommen einig: Sowohl der 2. Preis (einen 1. Preis hatten die fünf Juroren nicht vergeben) als auch der Publikumspreis gingen an die Komposition „Infinity“ des jüngsten Komponisten und Nordbayerischen Eigengewächses, Mathias Wehr.

NBMB-Ehrenpräsident Dr. Adolf Eichenseer hatte im vergangenen Jahr den Internationalen Wettbewerb initiiert. Er wollte damit zum einen den Oberpfälzer Volkskundler, Sagen- und Märchensammler Franz Xaver von Schönwerth zu dessen 200. Geburtstag ins Gedächtnis rufen. Zum anderen aber wünschte er sich neue originale Literatur für die über 900 Musik-vereine im NBMB.

Bundesdirigent Ernst Oestreicher arbeitete dann die Wettbewerbsausschreibung aus. Ziel war die Vertonung des Märchens „Der Wundervogel und die beiden Bettelknaben“ in acht bis 15 Minuten Spielzeit – und zwar so, dass sie von Amateurblasorchestern bis zur Oberstufe gemeistert werden kann. Bis Ende April 2011 gingen insgesamt 16 Arbeiten in der Geschäftsstelle des NBMB ein, darunter Werke aus Österreich.

Die Jury unter Vorsitz von Oestreicher wählte daraus anonym, also ohne den Komponisten zu kennen, mehrere Stücke aus, die die Bläserphilharmonie Regensburg einstudierte. Beim zweiten Treffen einigten sich die Juroren Professor Johann Mösenbichler (Österreich), Hubert Hoche, Jörg Seggelke und Dr. Adolf Eichenseer dann auf vier Werke, die beim Märchenkonzert in Regensburg aufgeführt werden sollten, und legten Preise und Sonderpreise fest. Erst danach erfuhren sie die Namen der Komponisten.

Den 2. Preis (2000 Euro) gestand die Jury dem 1984 in Schwabach bei Nürnberg geborenen Mathias Wehr zu. Der Klarinettist und Leiter des Symphonischen Blasorchesters Unterpleichfeld fängt in seinem Werk „Infinity“ vor allem Stimmungen und Gefühle des Märchens ein. Den Zuhörern gefiel die Komposition bei der Abstimmung per Eintrittskarte ebenfalls am besten, sodass Wehr sich auch noch über den mit 500 Euro dotierten Publikumspreis freute.
Der 3. Preis (1 500 Euro) ging an den österreichischen Komponisten Manfred Sternberger, der Sonderpreis für besonders förderungswürdige Komposition/Jurypreis (750 Euro) an den gebürtigen Torgauer Guido Rennert. Für die beste Umsetzung des Märchentextes (750 Euro) zeichnete die Jury den in Neuss am Niederrhein geborenen Karl-Heinz Bell aus, dessen Musik durch einen Sprecher ergänzt wird. Alle drei Werke, die beim Konzert nach der Lesung des Märchens durch Märchenerzählerin Erika Eichenseer erklangen, tragen den Namen „Der Wundervogel“.

Gewonnen haben mit dem Wettbewerb übrigens alle: Die Nordbayerischen Blasorchester, weil sie ihr Repertoire mit neuen sinfonischen Kompositionen erweitern können und die Schönwerth-Gesellschaft unter Präsident Dr. Wolfgang Kunert, weil das Werk des Oberpfälzers mit der Musik einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Gewonnen hatten aber vor allem auch die Zuhörer in Regensburg. Sie erlebten ein bestens vorbereitetes Orchester, das die „schwierige, aber auch dankbare Aufgabe, vier neue Werke einem breiten Publikum erstmals vorzustellen“ (NBMB-Präsident Manfred Ländner) hervorragend meisterte.

25.10.2011 | Nordbayerischer Musikbund e.V.